Goldene Ehrung für Theresia Kurnoth
Vereinsmutter der Burgkirchner Trachtler bekommt Gauehrennadel verliehen
20.12.2024 – Redaktion
Burgkirchen. Ganz besonders wurde die Adventsfeier des Burgkirchner Trachtenvereins „Edelweiß“: Das langjährige Mitglied Theresia Kurnoth wurde mit der Goldenen Gauehrennadel ausgezeichnet. Die Ehrung erhalten nur Mitglieder, die mindestens 50 Jahre im Verein aktiv sind und ehrenamtlich ihr Bestes gegeben haben – und das trifft auf Kurnoth zu, wie in der Laudatio klar geworden ist.
Schon als kleines Kind war die Geehrte zum 1. Januar 1963 in den Burgkirchner Trachtenverein eingetreten: Mit sechs Jahren ging es in der Kindergruppe los. Seitdem ist sie ununterbrochen Trachtenträgerin und bis heute eine herausragende „aktive Dreherin“. 24 Jahre lang, zwischen 1983 und 2007, hat sie die vereinseigenen Kindertrachten genäht, ehe sie das Amt der Vereinsmutter übernommen hat, das sie bis heute ausübt. 30 Jahre sind es zudem schon, die Theresia Kurnoth in der Vereinsheimbewirtung mitarbeitet. „Ihr Anliegen ist es bis heute, die jungen ,Vereinsmütter‘ und den frischen Nachwuchs zu besuchen und sich um jene Vereinsmitglieder zu kümmern, die im Altersheim oder Krankenhaus sind“, stellte die Vorsitzende des Trachtenvereins, Edith Heistinger, heraus. Dieses gesamte Engagement gehöre gewürdigt – und mit der Goldenen Gauehrennadel habe man die richtige Auszeichnung dafür gefunden, war zu hören.
Sie gratulierten Theresia Kurnoth (2.v.l) zur Auszeichnung: Trachten-Vorsitzende Edith Heistinger (v.l.), Gebietsvertreter Franz Leipfinger und Zweiter Vorsitzender Christoph Asenkerschbaumer sen. − F.: Trachtenverein
Verliehen wurde diese vor ein paar Tagen im Rahmen der Adventsfeier des Trachtenvereins im Trachtenheim in Gendorf. Festlich geschmückt war der Außenbereich, fast schon wie bei einem Christkindlmarkt. Allerdings war es der Nikolaus, der mit seinem Begleiter, dem Kramperl, im Gepäck den Kindern einen Besuch abstattete. Für die musikalische Unterhaltung sorgten die Vereinsmitglieder mit Ziach, Zither, Gitarre und Klarinette selbst. Ein weiterer Höhepunkt an diesem Abend war das Hirtenspiel „d’Regenschirmtante kommt zum Jesuskind“. Der stellvertretende Vereinsvorsitzende Christoph Asenkerschbaumer sen. hatte dieses mit den Trachtler-Kindern einmal mehr einstudiert.
Schafkopfturnier des Trachtenvereins Edelweiß Burgkirchen
Von links: Platz zwei Siegfried Konrad, Erster Platz Michael Korhammer, Dritter Platz Albert Asenkerschbaumer − Foto: Verein
Burgkirchen. Das diesjährige Schafkopfturnier des Trachtenvereins Edelweiß Burgkirchen lockte 56 spielfreudige Teilnehmer an, die in einer lockeren und geselligen Atmosphäre ihr Können und Kartenglück unter
Beweis stellten. Am Ende des spannenden Abends konnte sich Michael Korhammer mit beeindruckenden 112 Punkten den ersten Platz sichern.
Die fünf Bestplatzierten wurden mit Geldpreisen belohnt, während es für die beste Frau eine Flasche Sekt gab. Der Vorletzte erhielt traditionell einen Wurstkranz, was für humorvolle Momente und Heiterkeit sorgte. Ein Teil der Startgelder kam auch in diesem Jahr der Kindergruppe des Vereins zugute, was das soziale Engagement des Trachtenvereins unterstreicht.
Die Veranstaltung war erneut ein voller Erfolg und zeigte, wie Schafkopf die Gemeinschaft stärkt und ein fester Bestandteil der Vereinsaktivitäten ist. Viele freuen sich bereits auf die Fortsetzung im kommenden Jahr.
2023:
Premiere bei den Trachtlern
Gabi Straßer als erstes Edelweiß-Mitglied mit Ehrenabzeichen der Bayerischen Trachtenjugend geehrt
von Alexander Nöbauer
Eingerahmt von den Gratulanten präsentiert Gabi Straßer (Mitte) die Urkunde für ihr Ehrenabzeichen. Dazu beglückwünscht haben sie die Vorsitzende des Trachtenvereins, Edith Heistinger (v.l.), die Beisitzerin des bayerischen Trachtenverbands Elfie Graß, der Landesjugendvertreter des bayerischen Trachtenverbands Armin Schmid sowie der Zweite Vorsitzende des Trachtenvereins, Christoph Asenkerschbaumer − Foto: Verein
Burgkirchen. Was da vor ein paar Tagen im Burgkirchner Trachtenheim passiert ist, war eine Premiere. Doch davon wusste Gabi Straßer noch nichts, als sie sich an diesem Abend auf den Weg nach Gendorf machte. Als erstes Mitglied des Trachtenvereins Edelweiß Burgkirchen überhaupt ist sie mit dem Ehrenabzeichen der Bayerischen Trachtenjugend ausgezeichnet worden. „Das war eine riesengroße Überraschung für mich. So was bedeutet mir schon sehr viel“, zeigte sie sich sichtlich gerührt. Wenn sie auch nach 26 Jahren aktuell kein offizielles Amt mehr bekleidet, sei die Auszeichnung ein großer Antrieb, das Wirken des Vereins weiter voranzutreiben.
Eigentlich war es ja „nur“ ein normaler Vereinsabend mit Ehrungen. So stand es jedenfalls im Kalender, erinnert sich Gabi Straßer. „Aber ich bin am Tag zuvor angerufen worden und da haben sie mir gesagt, ich soll in Vereinstracht kommen und mir die Haare hochstecken.“ Etwas verwundert hatte das die 47-Jährige schon, denn eigentlich sollte ja nur ihr Mann Thomas, der seinen 50. Geburtstag gefeiert hatte, geehrt werden. „Misstrauisch“ sei sie erst geworden, als sie Vertreter des bayerischen Trachtenverbands an dem Abend im Vereinsheim getroffen hat. „Zu ihnen habe ich noch gesagt: ,Hey, ihr seid auch hier heute, das ist ja ein schöne Überraschung.‘ Die werden sich dann auch ihren Teil gedacht haben“, meint Straßer und kann jetzt herzhaft darüber lachen.
Doch dann fiel plötzlich ihr Name – und es wurde ernst. „Für mich ist der Trachtenverein eine Lebenseinstellung“, von daher sei das Engagement kein allzu großes Ding, meint sie. „Jung und Alt sind dabei, es ist alles so vielseitig. Und das man da mal ein Amt übernimmt, das ergibt sich halt.“ Das es mehr als nur „ein Amt“ ist, wurde ihr bei der Ehrung dargelegt: Insgesamt zwölf Jahre lang war Gabi Straßer Jugendleiterin im Trachtenverein, zwei weitere Jahre in stellvertretender Position. Bis zum vergangenen Jahr hatte sie zudem acht Jahre lang den Posten der Trachtenwartin inne. Nur ein Amt? Nein, wesentlich mehr!
Ein anderes Amt habe sie sich nie so recht vorstellen können. Wenn, dann wollte sie mit der Jugend arbeiten, sagt sie. „Ich habe da immer gute Erfahrungen gemacht. Man kann die Jungen immer für was begeistern, das macht Freude.“ So sind mittlerweile auch ihre drei eigenen Töchter im Trachtenverein, versteht sich. So wie sie selbst schon als Mädchen zum Trachtenverein gekommen ist, über eine Kindergartenfreundin, wie Gabi Straßer erzählt. „Die hat mir damals gesagt, ich soll doch mal mitkommen. Das habe ich gemacht.“ Zu Hause brachte sie das Thema gerade dann auf den Tisch, als die Eltern kurz zuvor Gast beim Heimatabend anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Trachtler waren. „Ihnen hat es gut gefallen, mir auch. Also waren wir dabei.“ Selbst ihren späteren Mann Thomas hat sie einst über die Trachtler kennengelernt. Und nun gibt sie es an ihre Familie weiter.